Erklärung technischer Begriffe

Druckstufendämpfung (Compression)
Der Widerstand, der beim Zusammendrücken des Dämpfers / Feder spürbar ist.

Zugstufendämpfung (Rebound)
Der Widerstand, der beim Auseinanderziehen des Stoßdämpfers spürbar ist.

Federvorspannung (Preload)
Die Kraft, die in der Ruhelage auf die Feder wirkt.

Federrate
Die Kraft die notwendig ist, um die Feder um einen bestimmten Betrag zu komprimieren. Die Angaben erfolgen in Ibs/in (pounds pro inch) oder N/mm (Newton pro Millimeter). 1 N/mm entspricht ca 5,7 Ibs/in.

Ausfederweg (SAG)
Der Betrag des Federweges der in der Ausfederrichtung vorhanden ist, wenn der Fahrer seine normale Haltung auf dem Fahrrad angenommen hat. Für XC liegt dieser Wert bei ca. 15-20 % des Gesamtfederweges und für Downhill bei ca. 25 %. Dies ist der Weg, den das Rad einer „Vertiefung“ folgen kann. Diese Größe hat maßgeblichen Einfluß auf den Komfort und das Fahrverhalten.

Kammerdruck (Pressure)
Der Druck, mit der eine Luftkammer befüllt ist. Die Angabe erfolgt in (bar) oder PSI).

Hauptkammer
Die Luftkammer, welche die Hauptfeder aufbaut, die das Hinterrad abstützt

Hilfskammer
Die Luftkammer, welche gegenüber der Hauptkammer liegt. Die Hilfskammer wirkt in Gegenrichtung zur Hauptkammer. Sie dient dazu, das Ansprechverhalten der Hauptkammer einzustellen.

Lock out
Mit der Lock out Funktion können Sie den Dämpfer je nach Einsatzbedingung ein- oder ausschalten.

Lock-Out, fernbedient
Mit einer Fembedienung können Sie über einen Seilzug die Lock-Out Funktion vom Lenker aus bedienen.


Die Grundeinstellung für Luftdämpfer

  1. Entlüften Sie die Luftkammer vollständig. Bei Dämpfern mit zusätzlicher Hilfskammer, entlüften Sie bitte zuerst die Hilfskammer und danach die Hauptkammer.
  2. Stellen Sie alle Dämpferverstellungen und eventuell vorhandene Lock-Out Vorrichtungen so ein, daß diese auf der schwächsten Stufe stehen oder deaktiviert sind. Bitte lesen hierzu unter "Bedienung der Dämpferverstellung" nach.
  3. Befüllen Sie nun die Hauptkammer, bis Sie auf dem Fahrrad Platz nehmen können, ohne daß die Federung zusammensackt. Der Wert sollte so gewählt sein, daß bei leichtem Wippen die Federung aktiv ist.

Die nachfolgenden Tabellen können als Anhaltspunkte verwendet werden.

Richtwerte für DNM-Dämpfer
AO-1 und AO-1AR

Richtwerte für DNM-Dämpfer AO-22, AO-22AR,
AO-30AR, AO-30RC, AO-33RC und AO-35RC

Bitte beachten Sie, daß die Einstellung von vielen Faktoren abhängig ist. Nicht nur Ihr Fahrergewicht, sondern auch die Bauart des Fahrrades, Sitzposition und Ihr Empfinden entscheiden über die Einstellung. Die Luftfeder hat nun Ihre Grundeinstellung. Verwenden Sie diese als Basis für weitere Einstellungen. Sie sollten dabei das Ziel haben, möglichst viel Federweg und Komfort aus Ihrer Radaufhängung zu gewinnen. Bitte beachten Sie, daß das eigentliche Erreichen des Federwegendes (Durchschlag), nicht auf eine falsche Abstimmung hindeutet, sondern sicherstellt, das Sie Ihre Federung voll ausnutzen. Für die optimale Funktion Ihres Stoßdämpfers und der Federung sollte Ihr Fahrrad überausreichend Ausfederweg (SAG) verfügen. Bei Stoßdämpfern mit Luftfeder, können Sie den Ausfederweg mit dem Kammerdruck der Hauptkammer oder bei Dämpfern mit zusätzlicher Hilfskammer, mit einer Kombination beider Kammerdrücke auf Ihre Anforderungen einstellen. Wenn Sie den Kammerdruck der Hauptkammer erhöhen, wird der Ausfederweg geringer, verringern Sie den Kammerdruck der Hauptkammer, wird der Ausfederweg größer. Bei Dämpfern, die mit einer zusätzlichen Hilfskammer versehen sind, kann der Ausfederweg durch Erhöhen des Hilskammerdrucks vergrößert werden, da die Hilfskammer der Hauptkammer entgegenwirkt. Bei Dämpfern mit zusätzlicher Hilfskammer, bitte grundsätzlich die Hauptkammer und danach erst die Hilfskammer verstellen!
Um den Ausfederweg einzustellen, müssen Sie auf Ihrem Fahrrad wie während der Fahrt mit den Füßen auf den Pedalen Platz nehmen und sich gegebenenfalls dabei an einer Wand o. ä. abstützen. Für City und XC (Cross Country) liegt dieser Wert bei ca. 15-20 % des Gesamtfederweges und für Downhill bei ca. 25 %. Bei Dämpfern ohne zusätzliche Hilfskammer können diese Werte bauartbedingt nicht immer erreicht werden.